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BERICHT ZUR "KULINARISCHEN MUSEUMSZUGFAHRT" |
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Am Mittwoch, den 23. Juni 2010, stand für das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen eine ganz besondere Fahrt auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit Gastronomen von „Westfälisch Genießen“ wurde eine Rundfahrt quer durch das Ruhrgebiet mit Wagen des ehemaligen Rheingold-Zuges organisiert. Die Fahrgäste sollten jedoch nicht nur die außergewöhnliche Fahrt in den luxuriösen Wagen genießen, sondern ebenso kulinarisch verwöhnt werden.
Die Köche Günter Overkamp-Klein (Overkamp-Gastronomie, Dortmund), Axel Schmidt (Hotel-Restaurant Zum Neuling, Bochum) und Christian Klein-Wagner (Gasthaus Klein, Netphen) sowie deren freundliche Mitarbeiter servierten während der Fahrt ein anspruchsvolles Vier-Gänge-Menü in hervorragender Qualität. Dazu gab es gekühlte Getränke und ausgesuchte Weine. Für Unterhaltung sorgte Esther Münch mit Ihrem Kabarett „Waltraud Ehlert“ und auch bereits vor der Abfahrt des Zuges wurden die Fahrgäste mit einem Sektempfang auf dem Museumsbahnsteig begrüßt, untermalt von der „Pilspickers Jazzband“. |
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Gegen 17.30 Uhr verließ der Zug das Eisenbahnmuseum. Besondere Ausblicke in die vorbeiziehende Landschaft ermöglichte der Rheingold-Aussichtswagen von 1962. Die Fahrgäste sitzen dabei in einer erhöhten, vollständig verglasten Aussichtskanzel über dem Dach des Waggons. Eine Klimaanlage sorgte für angenehme Temperaturen.
Ein anderes außergewöhnliches Ambiente bot der Rheingold-Speisewagen von 1928. Die Sitze, besser: die Sessel, boten einen unvergleichbaren Fahrkomfort mit reichlich Platz. Die festlich gedeckten Tische trugen ihrerseits zur besonderen Atmosphäre bei. Einziger Wermutstropfen: aufgrund der hohen Temperaturen an diesem Tag war es im Speisewagen zeitweise sehr warm, da der Wagen leider nicht über eine Klimaanlage verfügt.
Dritter Wagen im Bunde war der Rheingold-Barwagen (Baujahr 1962). Hier waren die Tische ebenfalls festlich gedeckt und die Sitzgruppen boten außergewöhnlichen Reisekomfort. Den Energiebedarf der Speisewagen (Küche, Klimaanlage) deckte der mitgeführte Generatorwagen, welcher wie die übrigen Wagen im klassischen Farbkleid des Rheingold-Zuges, in elfenbein-stahlblau bzw. violett, lackiert ist. Die Wagen werden vom Freundeskreis Rheingold aus Köln gepflegt und präsentierten sich in einem hervorragenden und authentischen Zustand. Dies war und ist ein besonderer Zug! |
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Als Zuglokomotive kam die Dampflok preußische P8 des Eisenbahnmuseums zum Einsatz. Die auch unter der Nummer 38 2267 bekannte Maschine war für die Fahrgäste ein weiteres Highlight an diesem Abend. So faszinierte die imposante Lokomotive von 1918 mit ihrer lebendigen Technik die Menschen.
Die Rundfahrt führte zunächst Richtung Hattingen und danach weiter entlang der Ruhr. Diese Strecke zählt zu den schönsten Routen, die das Revier (noch) zu bieten hat. Am Haltepunkt Witten-Bommern wurde ein Halt zum Wassertanken für die Dampflok eingelegt. Danach ging es weiter über Wengern-Ost und Hagen-Vorhalle bis Schwerte. Auch bei den Reisenden auf den Bahnsteigen der durchfahrenen Bahnhöfe erregte der außergewöhnliche Zug Aufsehen.
Ab Schwerte schwenkte der Zug Richtung Dortmund-Hörde ab und dampfte in flotter Fahrt durch den langen Schwerter Tunnel. Über Hörde und Dortmund-Dorstfeld wurde die Richtung wieder nach Bochum gelenkt. Über Bochum-Riemke, Herne und Wanne-Eickel fuhren wir nach Gelsenkirchen-Bismarck. Von hier ging es Richtung Oberhausen, Mülheim (Ruhr) und Essen Hbf wieder zurück nach Bochum-Dahlhausen. Diese Strecken boten vielfältige Ausblicke auf die sich dauernd verändernde Landschaft der Großstädte im Ruhrgebiet.
Nach etwa 4-stündiger Fahrt mit dem Rheingold-Zug und einem erstklassigen Essen klang der Abend im Eisenbahnmuseum aus. Wer mochte, konnte sich noch die letzten Minuten des Fußball-Weltmeisterschaftsspiel der deutschen Mannschaft im Veranstaltungszelt auf einer Leinwand bei einem kühlen Getränk ansehen. |
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Text: Sönke Windelschmidt |
Reisebericht zur Sonderfahrt "Drei Ziele" | Reisebericht zur Tagessonderfahrt nach Amsterdam |
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