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REISEBERICHT ZUR TAGESSONDERFAHRT NACH AMSTERDAM
 

Mit dem „Amsterdamer“ in die niederländische Hauptstadt

 

Am 12. Juni 2010 hieß es für den Dahlhausener Museumszug: Auf nach Amsterdam! Der Zug aus den Museumswagen des Eisenbahnmuseums wurde bereits am Vortag gebildet. Insgesamt sechs historische Wagen standen für die Reise in die niederländische Hauptstadt bereit. Um 5.30 Uhr war Dienstbeginn für das Personal. Routiniert und konzentriert wurden die noch ausstehenden Aufgaben, wie das Befüllen der Toiletten mit Wasser, die Bestückung des Barwagens mit Getränken und Lebensmitteln, erledigt und noch einmal nachgesehen, ob in jedem Wagen alles an seinem Platz ist. Damit die Fahrgäste eine sichere, unbeschwerte und bequeme Fahrt erleben konnten, wurde die vorgeschriebene volle Bremsprobe durchgeführt. Der Zug verließ gegen 6.30 Uhr das Museumsgelände mit dem Ziel Hattingen.

Abfahrt in Hattingen war um 7.26 Uhr. Doch bereits bei der Ankunft gegen 7.00 Uhr erwarteten uns die ersten Fahrgäste. Die Zuglok, unsere Diesellok 212 007, wechselte zügig an das andere Zugende, so dass der Zug nach erfolgreicher vereinfachter Bremsprobe dem Stellwerk als abfahrbereit gemeldet werden konnte. In flotter Fahrt erreichten wird die weiteren Einstiegshalte in Bochum-Dahlhausen, Essen-Steele, Essen Hbf, Mülheim (Ruhr) Hbf und Oberhausen Hbf. Danach ging es auf direktem Wege Richtung Emmerich, wo sich der Lokwechselbahnhof zu den Niederlanden befindet.

 
 

In Emmerich hatte der Zug eine gute halbe Stunde Aufenthalt. Von hier sollte die legendäre Schnellzug-Dampflok 01 1075 den Zug bis Amsterdam bringen. Pünktlich erschien die Dampflok, welche sich seit ihrem Ende bei der Deutschen Bundesbahn in der Obhut unserer Kollegen der Stoom-Stichting Nederland (SSN) in Rotterdam befindet. In Rotterdam wurde die damals ölgefeuerte Lokomotive wieder auf Rostfeuerung für Steinkohle zurückgebaut und so können die Niederländer stolz die einzige Lok der Baureihe 01.10 mit Kohlefeuerung präsentieren.

Nach dem Lokwechsel und erfolgter Bremsprobe übernahm ein niederländischer Zugführer das Kommando auf dem Zug. Pünktlich verließen wir Emmerich und die Fahrt ging durch die schöne und abwechslungsreiche holländische Landschaft. Über Eindhoven und Utrecht erreichten wir pünktlich auf die Minute den Hauptbahnhof, Amsterdam Centraal.

 
 

Bis zur pulsierenden Innenstadt waren es nur wenige Meter zu Fuß. Hier bot sich bei herrlichstem Wetter eine echte Hauptstadt-Atmosphäre. Zahlreiche Geschäfte, Gaststätten und Cafés luden zum Shoppen und Verweilen ein. Ebenso hatte man ausreichend Zeit für eine Stadtrundfahrt mit dem Bus, einer Grachten-Rundfahrt per Schiff oder der Hafenbesichtigung – empfehlenswert ist alles!

 
 

Die Rückfahrt ab Amsterdam Centraal konnte dank der rechtzeitig erschienenen Fahrgäste pünktlich angetreten werden. Bis Emmerich dampfte wieder die imposante 01 1075 der SSN vor unserem Zug und in der langsam untergehenden Sonne vermischten sich die Dampfschwaden mit der noch frischen Frühlingsluft.

In Emmerich fand wieder der Lokwechsel auf unsere geduldig wartende Diesellok 212 007 statt. Der Wechsel verlief flott. Dennoch konnten wir den Bahnhof Emmerich leider nicht früher in Richtung Ruhrgebiet verlassen, da einige planmäßige Regelzüge noch durchgelassen werden mussten. Zur planmäßigen Abfahrtszeit ging es weiter und im Sonnenuntergang verabschiedeten sich unsere niederländischen Freunde mit lauten Pfiffen ihrer Dampflok.

Die Rückfahrt wurde in gewohnt routinierter Manier abgewickelt und alle Bahnhöfe pünktlich erreicht. Ein abwechslungsreicher Tag ging zu Ende. Leider hatten die Kollegen auf der Dampflok bei ihrer Rückfahrt nach Rotterdam weniger Glück: aufgrund einer Stellwerksstörung erreichten diese ihre Heimat erst mit 2,5-stündiger Verspätung.

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