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DER WISMARER SCHIENENBUS
 

Was lange währt, wird endlich gut! Die im Jahre 2000 begonnene Hauptuntersuchung am 1936 unter der Fabriknummer 20268 bei der Waggonfabrik Wismar gebauten Schienenbus konnte mit der amtlichen Abnahme des Fahrzeugs am 15.11.2002 endlich abgeschlossen werden. Somit steht der DGEG im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen neben dem Schi-Stra-Bus ein weiteres, im Jubiläumsjahr 2002 wieder aufgearbeitetes Fahrzeug, zur Verfügung. Umfangreiche Instandsetzungen am Fahrwerk verzögerten immer wieder den Fertigstellungstermin. Das Fahrwerk wurde komplett vermessen, die Achsführungen nachgearbeitet. In enger Zusammenarbeit mit den Firmen Continental und Bochumer Verein (alteingesessene Radsatzfabrik, gegründet 1842) wurden die Radsätze mit neuen Gummielementen und Radreifen bestückt.

 
 

Vielen ist wahrscheinlich nicht bekannt, dass gummigefederte Radsätze, wobei die Gummielemente zwischen Radreifen und Radkörper angeordnet sind, keine Erfindung der Neuzeit (beispielsweise mit der Entwicklung des ICE) sind, sondern schon beim Wismarer Schienenbus zur Anwendung kamen. Viele weitere Arbeiten waren nebenher noch zu erledigen. Die Achsgetriebe erhielten eine neue Verzahnung, eine neue Standheizung wurde eingebaut, die Armaturenbretter mit entsprechender Verkabelung neu hergestellt. Fristarbeiten an der Bremsanlage und der Indusi standen auch noch auf dem Programm. Die Bauteile für den Zugbahnfunk sind schon vor Ort und warten nun auf den Einbau. Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit kann der Wismarer nun die Pendelfahrten vom Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen zum Bahnhof Dahlhausen wieder übernehmen. Der Schienenbus ist nach der Winterpause ab 19.01.2003 regelmäßig an Sonn- und Feiertagen im Eisenbahnmuseum im Einsatz zu erleben.

Höhenausgleich an der P8 | Die 38 2267