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DIE 01 008 |
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fasziniert die Besucher
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Ein Bericht von Frauke & Henning Pietsch. Herzlichen Dank. |
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Mit ihrer Länge von fast 24 Metern ist die 01 008 die größte Maschine in unserer Dahlhausener Sammlung. Immer wieder bleiben Besucher staunend vor den 2 Meter großen Treibrädern dieser Lok stehen. Als Mensch wirkt man geradezu winzig neben diesem Ungeheuer aus Stahl. Kaum zu glauben, dass solch ein Koloss einmal mit bis zu 120 km/h über die Schienen gefahren ist. Auch mit 80 Jahren hat sie, obwohl schon lange nicht mehr betriebsfähig, nichts von ihrer Faszination verloren.
Die Geschichte der Baureihe 01 beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg. 1920 schlossen sich die Länderbahnen in Deutschland zur Deutschen Reichsbahn zusammen. Zu dieser Zeit gab es ungefähr 300 aktive Lokomotivtypen, von denen 260 in den Bestand der neuen Bahngesellschaft gelangten.
Schnell war den Verantwortlichen klar, dass die Bevorratung von Ersatzteilen für so eine große Anzahl unterschiedlicher Typen eine kaum zu meisternde Aufgabe darstellt. So entstand die Idee, wenige vereinheitlichte Baureihen mit so viel wie möglich untereinander austauschbaren Teilen zu entwickeln. Eine erste Planung der Deutschen Reichsbahn sah eine Vierzylinder-Verbund-Maschine für den Schnellzugdienst (Baureihe 02) vor; gleichzeitig wurde auch noch der Wunsch, eine Zweizylindervariante (Baureihe 01) zu entwickeln geäußert. |
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Anfang 1925 beauftragte die Deutsche Reichsbahn unterschiedliche Lokomotivfabriken, je 10 Schnellzuglokomotiven der Baureihen 01 und 02 zu bauen. In der Praxis sollte sich zeigen, welcher Entwurf die Vorgaben am besten erfüllte. Dies gelang nur der Baureihe 01; die Maschinen der Baureihe 02 ließ die Deutsche Reichbahn später in Lokomotiven der Baureihe 01 umbauen.
Zu diesen ersten Neubauten gehörte auch unsere 01 008, die die Firma Borsig in Berlin mit der Fabriknummer 12.000 im November des Jahres 1925 fertig stellte. Am 28. Januar 1926 nahm die Deutsche Reichsbahn die Lok ab und stationierte sie zuerst im Bahnbetriebswerk (Bw) Erfurt. Ab Juni 1928 bis April 1951, und damit fast die Hälfte ihrer Betriebszeit, war Hamm ihr Heimat-Bw.
Ab Mai 1951 setzte die Deutsche Bundesbahn die 01 008 noch in sieben weiteren Bahnbetriebswerken ein, darunter von April 1955 bis Oktober 1958 in Hagen-Eckesey. Außerdem war sie noch in den Bahnbetriebswerken in Osnabrück, Köln, Ludwighafen, Kaiserslautern und Trier stationiert. Im Bw Hof verrichtete die 01 008 von Mai 1968 bis zur Ausmusterung am 15.12. 1973 als eine der letzten Maschinen der Baureihe 01 ihren Dienst. Ihr Aufgabenbereich umfasste dort unter anderem den Einsatz vor Interzonenzügen. |
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Bereits in ihrem zweiten Jahresbericht vom Mai 1968 stellte die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) ein „Programm für die museale Erhaltung von historisch wertvollen Eisenbahnfahrzeugen“ vor. Unter Punkt vier erschien dort auch der Wunsch, eine Einheitslokomotive mit Schlepptender zu erwerben. Die Wahl fiel letztendlich auf die 01 008, die bis zum Schluss das Aussehen der ursprünglichen Baureihe 01 zum größten Teil bewahren konnte. Bei anderen Lokomotiven dieser Baureihe hatte die Deutsche Bundesbahn nach dem zweiten Weltkrieg unter anderem leistungsfähigere Neubaukessel installiert.
Die DGEG erhoffte sich, die Maschinen noch bis zum Ende der Betriebserlaubnis ihres Kessels im August 1974 vor Sonderzügen einsetzen zu können; eine Hoffnung, die sich leider zerschlug.
Seit 1974 gehört die 01 008 zum Bestand der Lokomotivsammlung in Bochum-Dahlhausen. Die DGEG wollte die Maschine im Zustand der fünfziger Jahre präsentieren; dazu tauschten die Mitarbeiter des Eisenbahnmuseums in Bochum-Dahlhausen u.a. Lokschilder aus und ersetzten den Tender geschweißter Bauart durch einen älteren in genieteter Bauart. Heute zeigen wir die Lok den Besuchern in einem Zustand wie sie während ihrer Einsatzzeit im BW Hagen-Eckesey anzutreffen war.
Immer wieder fragen uns interessierte Museumsbesucher, ob denn mit einer Wiederinbetriebnahme der 01 008 zu rechnen sei. Es wäre sicher schön, diese elegante Lok wieder auf den Schienen unter Dampf im Einsatz zu sehen, aber eine betriebsfähige Wiederaufarbeitung und der Unterhalt wären für uns einfach zu teuer. |
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Technische Daten:
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Bauart
Lokomotive |
2’C1’ h2 |
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Gattung |
Einheitslokomotive |
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Baujahr |
1925 |
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Hersteller |
Borsig |
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Fabriknummer |
12.000 |
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Höchstgeschwindigkeit |
120 km/h |
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Leistung |
2240 PS / 1648
KW |
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Länge über die
Puffer |
23.935 mm |
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Kesselüberdruck |
16 bar |
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Achslast |
20 MP |
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Treibraddurchmesser |
2.000 mm |
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Durchmesser
Laufräder vorne |
850 mm |
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Durchmesser
Laufräder hinten |
1.250 mm |
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Durchmesser
Zylinder |
650 mm |
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Kolbenhub |
660 mm |
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Tenderbauart |
2’2’T32 |
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Kohlevorrat |
10 t |
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Wasservorrat |
32,5
Kubikmeter |
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