Museumstage am 16./17. April 2011

Neubau-Dampfloks aus Ost und West

Die Neubau-Dampfloks wurden in den 50er Jahren konstruiert. Sie sollten als Ersatz für die Lokomotiven wie die der Baureihen 38 und 78 dienen. Neu war, dass die Konstruktionen vollständig geschweißt und nicht mehr genietet waren sowie der Einbau von leistungsfähigeren Kesseln mit Verbrennungskammer. Bei der Deutschen Bundesbahn wurden diese für den sparsamen Verbrauch von hochwertiger Steinkohle konstruiert. Dahingegen mussten die Loks der Deutschen Reichsbahn aufgrund des Brennstoffmangels alternativ auch mit minderwertiger Braunkohle zurechtkommen.

Der große Durchbruch blieb den neuen Lokomotivkonstruktionen allerdings versagt, da zum Zeitpunkt ihres Baus die große Zeit der Dampflok schon vorbei war.

Während der Museumstage im April 2011 traf sich eine DR-Neubaulok (Baureihe 23.10 bzw. später 35) aus Glauchau mit den DB-Neubauloks der Baureihen 66 (DGEG Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen) und 65 (SSN Rotterdam). Letztere bediente unsere Führerstandmitfahrten während die DR-23.10 die Pendelfahrten mit der Diesellok der Hespertalbahn zum S-Bahnhof Dahlhausen durchführte. Die Hespertalbahn war zudem mit zwei Diesellokomotiven und zwei Personenwagen vor Ort. Die kleinere der Lokomotiven führte im Wechsel mit unseren Köfs Rangierbewegungen im Bereich der Drehscheiben durch.

Unsere neulackierte Köf 3 („Erdbeertörtchen“) durfte zeitweise den Dahlhausener Pendel fahren. Die museumseigenen Lokomotiven 38 2267 und V 100 2007 bespannten den Pendel nach Bochum Hbf über Steele-Ost und Wattenscheid-Höntrop. Zudem verkehrte die Ruhrtalbahn mit ihren Schienenbussen fahrplanmäßig zwischen dem Museum und Hagen.

Bilder: DGEG Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen, SSN Rotterdam, Uwe Möckel (Zwickau)

Natürlich gab es auch Fahrzeugvorführungen (Skl, Schienen-Straßen-Bus) sowie Fahrten mit der Feldbahn und der Draisine. Das kulinarische Programm, das jedes Jahr eine kleine Verbesserung erfährt, wurde von den Besuchern reichhaltig genutzt. Ebenso reichlich genutzt wurden die Parkplätze, die stets von unseren Kollegen beaufsichtigt und geordnet werden, so dass ab Sonntagmittag wegen gefüllter Standplätze weitere Autobesucher zum S-Bahnhof Dahlhausen gebeten werden mussten, um von dort mit dem Pendel oder der RuhrtalBahn ins Gelände zu fahren.

Als weitere Attraktion kamen am Samstag die 01.10 (kohlegefeuert) der niederländischen SSN sowie 41 096 (Öl) der gleichnamigen Dampflokgemeinschaft aus Salzgitter. Beide brachten mit den Sonderzügen weitere Besucher in das Eisenbahnmuseum. Am Sonntag besuchte uns ein MAN-Triebwagen der Rhein-Sieg-Eisenbahn aus Bonn-Beuel.

Mit einem großen Besucherandrang waren die Museumstage wieder ein voller Erfolg. Dies war natürlich nur aufgrund des umfangreichen Mitarbeitereinsatzes und der Hilfe unserer Ein-Euro-Kollegen möglich. Diesen sei hiermit auch gedankt, denn ohne viele fleißige Hände sind solche Großveranstaltungen nicht durchführbar.