Eisenbahnmuseum jetzt eine Stiftung
Mit der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde haben am Donnerstag, 14. Juli 2011, Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und DGEG-Präsident Günter Krause das Tor für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Eisenbahnmuseums Bochum weit geöffnet.
Vor rund 100 geladenen Gästen, darunter viele langjährige ehrenamtliche Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie Vertretern aus Politik, Kultur und Wirtschaft, wurde damit eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Eisenbahnfahrzeuge in Deutschland dauerhaft an den Standort Bochum gebunden. Zugleich soll die Stiftungsgründung die Gewähr dafür bieten, dass sowohl der Ausbau der Bochumer Sammlungen und Anlagen zu einem zeitgemäßen Museum als auch die von der Stadt Bochum im Stadtteil Dahlhausen aufgenommenen städtebaulichen Maßnahmen, in denen dem Museum eine bedeutende Rolle zukommt, Hand in Hand und in bester Abstimmung erfolgen können. Bereits seit einigen Jahren sprechen Stadt und Museum über diese gemeinsamen Ziele regelmäßig, intensiv und vertrauensvoll. Eng eingebunden in diese Gespräche und Planungen sind auch das Land NRW sowie der Regionalverband Ruhr (RVR).
Es ist vorgesehen, dass in Kürze zu den Gründungsstiftern DGEG und Stadt Bochum ein weiterer Stifter treten wird, der derzeit mit der DB AG über den Ankauf des Bochumer Museumsgeländes verhandelt und dieses Gelände dann in die Stiftung einbringen wird.
Zum Vorstand der Stiftung EisenbahnMuseum Bochum wurde Prof. Dr. Wolfgang Fiegenbaum (Münster) bestimmt, dem Stiftungskuratorium gehören an Dr. Alfred Gottwaldt (Eisenbahnhistoriker, Stiftung Deutsches Technik-Museum, Berlin), der Stuttgarter Architekt und Museumsgestalter Prof. HG Merz, der Bochumer Stadtrat und Dezernent Michael Townsend sowie DGEG-Präsident Dipl.-Ing. Günter Krause und der Verkehrshistoriker und Verleger Wolfgang Klee (M.A.), derzeitiger Vizepräsident der DGEG. Professor Fiegenbaum ist als langjähriger Präsident der DGEG mit den Belangen des Bochumer Eisenbahnmuseum seit Jahren intensiv befasst und bestens vertraut.
Am Standort Bochum-Dahlhausen hat die DGEG auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes der DB seit 1977 eine einzigartige Fahrzeugsammlung zusammengetragen und nunmehr der Stiftung übergeben. Sie umfasst u. a. 15 Dampflokomotiven – von der Schnellzugmaschine 01 008 bis zur winzigen Feldbahn-Schmalspurlok sowie elf Dieselloks und -triebwagen, fünf Elektroloks und -triebwagen, zahllose Wagen, Kleinfahrzeuge, technische Einrichtungen und mehr. Die baulichen Anlagen, soweit bislang im DGEG-Eigentum, gehen ebenfalls auf die Stiftung über.
Für die Museumsbesucher – in 2010 waren es immerhin rund 65.000 – ändert sich zunächst einmal nichts. Auch wird die bewährte Mannschaft an (DGEG-) Mitarbeitern weiterhin hier anzutreffen sein. Das betrifft auch andere „alte Bekannte“ wie den Museumszug mit der Dampflok 38 2267 oder den „Wismarer“, die auch künftig von Bochum-Dahlhausen aus ihre Touren durchs Ruhrgebiet unternehmen werden – nun aber unter neuer „Flagge“.



























